BERUFSEINSTIEG / VORBERUFLICHER KOMPETENZERWERB

Beurfseinstieg / vorberuflicher Kompetenzerwerb

Für Langzeitarbeitslose, Sozialhilfeempfänger und Jugendliche birgt der Einstieg oder Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt oft viele Hindernisse. Durch die Arbeit im Naturschutz erlernen Arbeitssuchende Fachkenntnisse und Arbeitserfahrung, welche ihnen die (Wieder-)Eingliederung in die Arbeitswelt vereinfachen können. Durch die Zusammenarbeit mit Feldeinsatzleitenden und Zivildienstleitenden können neue Kontakte geknüpft und zwischenmenschliche Fertigkeiten geübt werden. Gleichzeitig wirkt sich der strukturierte Arbeitsalltag in der Natur und die Kameradschaft in der Gruppe positiv auf die psychische Gesundheit der Arbeitssuchenden aus.

 

Ziele

  • Abstand gewinnen und Natur erleben Die Arbeitssuchenden betätigen sich sinnvoll in der Natur und gewinnen körperlich und mental Abstand zur belastenden Arbeitssuche.
  • Zusammenhänge erkennen Durch die Arbeit in ökologisch wertvollen Gebieten werden die Arbeitssuchenden für die Vielfalt der Lebensräume sensibilisiert und erhalten Einblick in die gegenseitige Abhängigkeit von Gesellschaft und Natur.
  • Fachwissen und Arbeitserfahrung sammeln Die Arbeitssuchenden erlernen praktische Fähigkeiten und nachweisliche Arbeitserfahrung, die ihnen bei der künftigen Stellensuche helfen können.

 

Bisherige Projekte

Einsatz Reppischtal, seit 2017

Seit 2017 setzt die Gemeinde Wettswil im Rahmen des Projektes „Gemeinsam gegen Neophyten“ auf den Einsatz der in der Gemeinde lebenden Sozialhilfebezüger. Diese waren von Anfang an mit Begeisterung im Projekt mit dabei. Gerade jene, die nun vier Jahre an den Bekämpfung mit dabei sein konnten, haben sich ein ordentliches Wissen über die verschiedenen Arten und dessen Bekämpfungsmethoden erarbeitet. Gut möglich, dass nach Projektabschluss einige Folgeanstellungen aus dem Programm heraus entstehen könnten.

Eine Schnupperwoche im Tessin, 2021

Im Tessin haderte 2021 eine junge Studentin mit der Berufswahl. Mit ihrem Studium war sie nicht zufrieden und sie wollte sich neuorientieren. Der Standortleiter im Tessin ermöglichte ihr den Projektleitern vor Ort über die Schultern zu schauen und während einer Woche intensiv im Betrieb mitzuarbeiten. Und tatsächlich, die junge Frau war von der Arbeit im grünen Bereich begeistert und begann kurz darauf eine Ausbildung im Umweltbereich.

Arbeitsintegration im Tessin, 2021

2021 wurde der Standort Tessin durch die Caritas angefragt, ob sie einen Mann, der seit längerer Zeit arbeitssuchend ist, unterstützen könnten. Der junge Mann stellte sich am Standort in der Nähe von Bellinzona vor und konnte bereits kurz darauf starten. Gemeinsam mit Einsatzleitern und Zivildienstleistenden arbeitete er über mehrere Monate im Betrieb mit und gewöhnte sich im kollegialen Umfeld wieder an den Alltag in der Arbeitswelt, gewann wertvolle Arbeitserfahrung und erhielt nicht zuletzt auch Stück Selbstbewusstsein zurück.

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