Im Gänsemarsch zu mehr Artenvielfalt

Ende Mai traf eine 17-köpfige Gruppe in Birmensdorf ZH beim Naturschutzgebiet Gloggenmaas ein. Auf den ersten Blick wirkt das Naturschutzgebiet etwas unscheinbar. Auf den zweiten Blick jedoch gibt es eine grosse Vielfalt zu entdecken: Auf kleinem Raum bietet das Gebiet Lebensraum für gefährdete Pflanzen- und Tierarten. Darunter auch seltene Arten wie der Schweizer Alant und das Fleischfarbene Knabenkraut. Doch auch die Flugakrobatiken des Wachtelweizen-Scheckenfalter, des Schachbrettfalter oder einer der vielen Libellenarten erregen unsere Aufmerksamkeit.

Doch die Gruppe ist nicht gekommen, um Schmetterlinge zu beobachten. Den ganzen Tag hindurch wird Hand angelegt, damit dieses Gebiet der Natur erhalten bleibt. Problematisch sind grosse Flächen der invasiven Amerikanischen Goldrute die bekämpft werden müssen. Aber nicht nur exotische Pflanzen bedrohen im Gloggenmaas die Artenvielfalt. Auch das einheimische Schilf nimmt als Folge der Überdüngung immer grössere Flächen ein und drängt andere Pflanzenarten zurück. Die Bekämpfung dieser beiden Arten steht heute im Fokus.

Ausgerüstet mit Gummistiefeln, Pickeln, Rebscheren und Kompostsäcken geht es im Gänsemarsch ins Gebiet. Damit der Tritt-Schaden durch unseren Einsatz so gering wie möglich gehalten wird, benutzen wir nur einen einzigen Trampelpfad und achten darauf, seltene Pflanzen weiträumig zu umgehen. Schon bald ist der erste Kompostsack gefüllt und man sieht bereits erste Fortschritte.

Damit uns die Kräfte nicht ausgehen geniessen wir vormittags ein wohlverdientes Znüni mit lokalen und saisonalen Früchten und Bio-Sirup vom Hof Stucki in Oberwil ZH. Auch Mittags stärken wir uns an einem von arbeitseinsatz.ch organisierten Grillbuffet, mit Würsten vom lokalen Metzger, verschiedenem Gemüse und frischem Brot. Der Kaffee vom Feuer ist ein willkommener Muntermacher und so gehen alle mit neuer Energie an die Arbeit.

Am Ende des Tages stapeln sich mehrere gefüllte Kompostsäcke zur Entsorgung im Einsatzauto und das Naturschutzgebiet Gloggenmaas ist um einige Problempflanzen ärmer. Wir danken den 17 motivierten Teilnehmenden für ihren Einsatz für die lokale Artenvielfalt und den Erhalt der hier vorkommenden seltenen Arten.

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